Usability-Tests mit Kindern

Bei Kindern zwischen 2 und 14 Jahren, sind die verschiedenen Fertigkeiten sehr unterschiedlich weit entwickelt.

Dies betrifft nicht nur die Fähigkeiten beim Umgang mit dem Computer, sondern auch die Aufnahmefähigkeit und das Verständnis dafür, gestellte Aufgaben gezielt umzusetzen. Nicht zuletzt ist beim Auswerten der Ergebnisse zu bedenken, dass die Kritikfähigkeit und -bereitschaft sich von der erwachsener Menschen und auch innerhalb dieser Altersspanne sehr stark unterscheidet.

Aus diesen und weiteren Gründen ist es daher unbedingt erforderlich, dass man bei Usability-Tests mit Kindern auf diese Eigenschaften und Bedingungen gezielt eingeht. Nur so kann ein erfolgreiches Gelingen und verwertbare Ergebnisse sichergestellt werden. 

In den folgenden Beiträgen gehe ich auf diese Feinheiten ein:

  • Usability Testing mit Kindern: Vortsellung des Artikels "Guidelines for Usability Testing with Children", der Grundlage dieser Beiträge ist.
  • Altersklassen: Einteilung der Kinder in die Altersklassen Vorschule, Grundschule und etwa 5-8 Klasse. Was sind die Unterschiede und was zeichnet die Kinder in der jeweiligen Altersklasse aus.
  • Tests vorbereiten: Ein Usability-Test sollte gründlich vorbereitet werden. Dies gilt natürlich auch insbesondere für Tests, die man mit Kindern durchführt.
  • Die Einleitung: Kinder zu motivieren, insbesondere die jüngsten, ist ein schwieriges Unterfangen, denn wenn sie nicht wollen, dann wollen sie nicht. Einige Tipps, wie man Kinder für die Testdurchführung motivieren kann.
  • Die Durchführung: Eine Liste an Punkten, die während der Durchführung der Tests zu beachten sind.
  • Der Abschluss: Da mit Kindern die Methode des Lauten Denkens nicht wie bei Erwachsenen angewendet werden kann, muss zum Auswerten der Testergebnisse sehr genau hingeschaut werden.

Usability-Tests mit Kindern zeigen, das im Großen und Ganzen die selben Regeln für die Durchführung gelten, wie dies bei Testdurchführungen mit Erwachsenen der Fall ist. 
Dennoch haben wir gesehen, dass es doch einige Feinheiten gibt, die unbedingt zu beachten sind.

Insbesondere ist klarzustellen, dass erwachsene Personen nicht in der Lage sind, sich in die Lage der Kinder zu versetzen. Weder die, die selbst Kinder zu Hause haben, noch die, die selbst einmal Kinder waren. Daher müssen Kinderprodukte von Kindern getestet werden, wenn ein vernünftiges Produkt entwickelt werden soll.

Und wie bei allen Tests gilt natürlich auch hier: Je früher und häufiger, desto besser. Elementare Änderungen am (nahezu) fertigen Produkt sind teuer oder sogar unmöglich.

Quellen
Relevante Quellen, die sich mit dem Thema beschäftigen und in dem hier vorgestellten Artikel unter anderem verarbeitet wurden:
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